Baum

Baum gepflanzt – Check!

Es gibt 3 Dinge die man im Leben tun soll: Haus bauen,  Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Zugegeben, ich halte von solchen Sprüchen eigentlich gar nichts. Aber es ist erstaunlich wie oft man als Häuslebauer darauf angesprochen wird: „Na, hast du schon einen Baum gepflanzt?“ 1,5 Jahre konnte ich erfolgreich Widerstand leisten, doch jetzt wurde ich überstimmt und musste mich beugen.  Und da ist er also – unser erster eigener Baum!

Welcher Baum?

Die Frage hat sich bei uns nicht groß gestellt, da wir ja praktisch „gezwungen“ wurden einen zu pflanzen. Die Vorgehensweise dabei war sehr hinterlistig, so wie es nur Großeltern tun können: Man geht in eine Baumschule, sucht einen kinderfreundlichen Baum aus, ruft dann die Enkel an und erzählt von der tollen Entdeckung. Anschließend liegen einem die Kinder so lange in den Ohren, bis man schließlich genervt einknickt und zustimmt. Und haste-nicht-gesehen, stehen die Großeltern mit dem Baum vor der Tür.

Darf ich vorstellen unser neuer veredelter Kirschbaum:

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Der Baum soll drei verschiedene Sorten Kirschen tragen, die auch noch alle zu unterschiedlichen Zeiten fertig werden und somit einen langen Erntespass versprechen. (Ich sagte ja bereits, es ist ein kinderfreundlicher Baum.) Da sich meine Gartenkenntnisse fast ausschließlich auf Rasen mähen und gießen beschränken, dachte natürlich sofort, wie kann so etwas funktionieren? Am Schluss haben wir noch genmanipulierte Ware in unserem Garten!?! Aber ich konnte beruhigt werden, das soll tatsächlich alles auf natürlichem Wege möglich sein.

Also wenn wir Glück haben können wir in 1-2 Jahren folgende Kirschen ernten:

1. Büttners rote Knorpelkirsche

2. Kordia

3. Regina Süßkirsche

 

Baum pflanzen

Jetzt ist übrigens genau die richtige Zeit um Bäume zu pflanzen. Unser Baum wurde auf unserer ehemaligen Grillstelle platziert, welche natürlich woanders neu aufgebaut wird. Dazu haben wir ein Loch ausgehoben, dass ca. 10 cm breiter und tiefer als der Baumkübel ist. Junge Bäume soll man in den ersten Jahren anbinden, also haben wir vor dem Einpflanzen noch einen Pflock in der Erde gerammt. Der Pflock sollte in der Hauptwindrichtung platziert werden – bei uns ist das Westen. Das ist notwendig, damit bei starkem Wind der Baum nicht zu sehr zur Seite geneigt wird und dabei die Wurzeln beschädigt werden.
Die ausgehobene Erde haben wir mit frischem Humus vermengt. Dann wurde wieder etwas Erde eingefüllt und der Baum bündig mit der Rasenkante eingepflanzt. Anschließend wurde die restliche Erde eingefüllt und immer leicht angedrückt.

Ganz wichtig zum Schluss ist natürlich noch das Angießen. Zudem sollte man am Anfang in trockenen Tagen den Baum mindestens einmal in der Woche gießen. Zuletzt haben wir den Baum dann noch mit einem Juteband angebunden.

Dann noch schnell ein paar ganz wichtige „ich habe einen Baum gepflanzt“ Fotos und fertig. Jetzt heißt es warten.  Und ja, wenn jetzt wieder einer wieder Fragen sollte: Schon Baum geflanzt? Check!

 

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