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Neugestaltung unserer Terrasse – jetzt wirklich!

Wir hatten ja bereits auf unserem Hausbau Blog von den Problemen mit unserer Granit Terrasse berichtet. Leider hat sich die Lage seither nicht verbessert – im Gegenteil. Das Zusehen hat nun ein Ende  – wir werden unsere Terrasse neu gestalten.

Nach nur 2,5 Jahren eine neue Terrasse?

Nein, wir haben keinen Goldesel im Keller und ja, nach nur 2,5 Jahren die Terrasse zu erneuern ist nicht gerade toll. Das hatten wir uns damals auch anders vorgestellt, als wir uns für den vermeintlich robusten Granit als Terrassenbelag entschieden haben.
Aufgrund unseres Lehmbodens konnten wir quasi nicht in unseren Garten gehen, ohne Lehm an den Schuhen kleben zu haben. Daher sollte damals alles recht schnell gehen, was wir nun bereuen.

Unsere Terrasse sieht mittlerweile aus wie ein versiffter Bahnhofsplatz. Überall sind schwarze Flecken (erinnern einen sehr an eingetrocknete Kaugummiflecken) und hässliche braune Ränder. Alle Versuche die Terrasse zu reinigen sind bisher kläglich gescheitert – trotz fachlicher Beratung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Granitsteine an sonnigen Tagen bis zu 65 Grad heiß werden.  Gerade mit kleinen Kindern ist dies kein tragbarer Zustand mehr.

Welche Möglichkeiten haben wir jetzt?

Man könnte die Terrassensteine einfach durch Neue – andere Steine – ersetzen. Aber ganz ehrlich – wir haben keine Lust mehr auf Stein! Vielleicht gäbe es auch einen Stein, der sich nicht so aufheizt und der auch nicht so empfindlich gegenüber Flecken ist. Aber man kennt das ja auch aus anderen Lebenssituationen – wer will schon wieder das Gleiche haben?!

Nach einigen Recherchen und fachlichen Beratungen, haben wir uns folgende Materialien näher angesehen:

WPC Belag

WPC ist ein Holz-Kunststoffgemisch und bekommt gerade immer mehr an Bedeutung. Das Material zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus und punktet durch die unzählige Auswahl an Formen und Farben. Meist wird bei einer WPC Terrasse eine Holzterrasse imitiert. Allerdings ist ein deutlicher Unterschied zu einer „echten“ Holzterrasse zu spüren – vor allem wenn man barfuß läuft. Ähnlich wie bei Laminat und Parkett  fühlt sich WPC einfach anders an.
Preislich sind gute WPC Materialien auch auf hohem Niveau und der Quadratmeterpreis liegt ähnlich hoch wie bei einer echten Holzterrasse. Und dennoch sollte man hier beim Material nicht sparen. Uns wurden auch ein paar „Horrorbilder“ von günstigen WPC-Terrassen gezeigt, bei denen quasi das Kunststoff wie ein Schwamm  aufgequollen ist und die gesamte Terrasse zerstört hat.

Für uns kommt WPC aber leicht nicht in Frage. Da wir eine Südterrasse haben, würde sich das Material – genauso wie jetzt unsere Granitterrasse – auch sehr stark aufheizen und genau das möchten wir nicht mehr haben. -> Hoecker – sie sind raus!

Holzterrasse

Holzterrassen sind sehr schick. Aber auch robust? Die Fachleute meinen ja – wenn man das richtige Material verwendet. An einer Holzterrasse wäre es auch praktisch, dass wir unsere bestehende Terrasse als Unterkonstruktion verwenden könnten. Natürlich müssten wir eine Konstruktion mit entsprechender niedriger Aufbauhöhe wählen. Hier gibt es aber zahlreiche Angebote, die meistens auf flachen Aluschienen basieren. Diese werden mit Schaumpads auf die Granitterrasse schwimmend verlegt.  Darauf wird das Holz verschraubt oder indirekt als nicht sichtbare Verschraubung fixiert.

Durch einen befreundeten Landschaftsgärtner konnten wir uns verschiedene Muster von Holzterrassen-Hölzer zusenden lassen.  Sehr interessant sind Thermo Hölzer. Das sind heimische Holzarten, wie z.B. Lärche oder Fichte, welche durch eine spezielle Hitzebehandlung haltbarer gemacht werden. Gut gefallen hat uns hier die Thermo-Fichte. Durch die vielen Astlöcher wirkt sie sehr rustikal und ähnelt sehr unserem Wohnzimmerboden. Allerdings muss man bei Holzterrassen auch immer bedenken, dass sie unbehandelt mit der Zeit vergrauen und somit die anfängliche Farbe wenig aussagekräftig ist.

Auch interessant sind Kebony und Accoya Hölzer. Beide spielen in einer anderen Preisklasse, aber sind dafür umso widerstandsfähiger und haltbarer. Auf Accoya gibt der Hersteller sogar 50 Jahre Garantie. (Mit alle seinen Einschränkungen) Optisch unterscheiden sich beide sehr stark: Kebony ist eher ein dunkles und kräftigeres Holz, hingegen ist Accoya – ursprünglich ein Fichtenholz – eher hell und wirkt durch den geringen Astanteil sehr ruhig.

Da wir von allen Hölzern recht angetan waren, vor allem von der Haptik und Optik fiel unsere Wahl nun auf eine Holzterrasse. Aber für welches Holz wir uns entscheiden werden, fällt uns umso schwerer. Dazu bald mehr im nächsten Post auf unserem Hausbau Blog.

 

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2 Gedanken zu „Neugestaltung unserer Terrasse – jetzt wirklich!

  1. Hi :) auch wenn es vielleicht etwas spät ist, gibt ja auch noch die Möglichkeit, mit Leichtbetonplatten zu arbeiten. Gibt es ja auch in unterschiedlichen Optiken, zb wie hölzenere Eisenbahnschienen.

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