Schema Homeoffice

Heimnetzwerk Serie: 1. Die Netzwerkplanung

Wie bereits berichtet, haben wir unser Heimnetzwerk selbst aufgebaut. Als bekennender Technik-Fan, will ich dieses Kapitel hier im Baublog nicht vorenthalten. Daher wird es dazu zwei Berichte geben: Zunächst die Planung des Heimnetzwerkes und anschließend die Umsetzung. 

Die Anforderungen

Beim Hausbau ist das Budget für solche „Spielereien“ meist knapp. Daher haben wir hier sicherlich kein High-End Netzwerk aufgebaut. Aber für unsere Ansprüche genügt es allemal. Hier eine Auflistung der Anforderungen an das Heimnetzwerk:

  • Jeder Wohnraum soll mindestens eine Doppel-LAN Anschlussdose bekommen
  • Das Netzwerk soll Gigabit-fähig sein
  • Das Netzwerk wird sternförmig aufgebaut und zentral über einen Serverschrank im Keller gesteuert
  • Über ein Patchpanel können, je nach Anforderung, die Räume mit den entsprechenden Diensten versorgt werden
  • Die Kosten sollten „überschaubar“ bleiben
  • Zentrales (RAID-fähiges) NAS (Network Attached Storage) -System, zum sicheren Speichern und Verwalten aller multimedialen Daten

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Die Planung

Zunächst einmal muss man sich über das Material Gedanken machen. Hier also unsere Einkaufsliste für das Heimnetzwerk:

  • 100,00 lfm Draka Datenkabel, Kat.7, T1000 S/FTP AWG23 orange UC900 SS23 8P FRNC ~ ca. 100 €
  • 1 x Rittal FlatBox für 19″Zoll einbauten für 10HE ~ ca 180 €
  • 1 x 19″ Patchpanel CAT 6a 24xRJ45 1000 MHz ~ 100 €
  • 1 x 19 „, 18 Port Gigabit Switch TP-Link ~ 80 €
  • 1 x NAS-Server – D-Link-320L ShareCenter, RAID 1 mit 2 x 2 Terrabyte HDD ~ 300 €
  • DSL / WLAN Router

Folgende Grafik veranschaulicht, wie das Netzwerk mal funktionieren soll: (Beispielhaft für das Erdgeschoss.)

Schema Homeoffice
Schema Homeoffice

Zunächst wird das DSL Signal durch den Switch und das Patchpanel auf die jeweiligen Zimmer verteilt. Dort hängen die entsprechende Endgeräte entweder direkt an der Dose, oder – wenn nötig – kann noch ein WLAN Router angeschlossen werden, damit auch Mobile-Geräte sich einfach in das Netzwerk einwählen können. Für unsere Zwecke langt ein einfaches C-Klasse Netzwerk und als DHCP Server dient der DSL Router. Als zentraler Datenspeicher kommt das NAS D-Link ShareCenter 320L zum Einsatz, welches mit 2 x 2 Terrabyte Festplatten im RAID1-Verbund viel Speicherplatz und Datensicherheit gewährleistet.

Die Eigenleistungen für das Heimnetzwerk

Für das Heimnetzwerk haben wir fast alles in Eigenleistung gemacht. Dazu zählen folgende Tätigkeiten:

  • Kabel in die Leerrohre einziehen
  • Netzwerkschrank aufbauen und an die Wand montieren
  • Kabel an die LAN-Dosen anschließen und an das Patch-Panel auflegen
  • Netzwerkomponenten anschließen / patchen / testen / konfigurieren

Dazu haben wir folgende Werkzeuge benötigt:

  • Einzugseil (Stahl, 20 Meter)
  • Gleitmittel
  • Crimpzange
  • LSA-Auflegewerkzeug
  • Netzwerk-Tester
  • Schneidewerkzeug / Handschuhe

Wenn möglich, sollte man sich die Werkzeuge ausleihen, da viele nach dem Aufbau des Heimnetzwerkes eigentlich nicht mehr benötigt werden. Oder man kauft diese in der Gruppe und kann sich so diese gegenseitig ausleihen.

Vor allem die Kabel in die Leerrohre einzuziehen, gestaltete sich schwieriger als gedacht. Obwohl insgesamt nur 5 Kabel eingezogen wurden, hat dies fast einen ganzen Tag gedauert. In den Zimmern im Obergschoss, dort wo der Weg am weitesten ist, haben wir uns sehr schwer getan. Hier half nur Geduld, Kreativität, Kraft und vieeeeel Gleitmittel! 😉

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Letztendlich kamen alle Kabel unbeschadet am Ziel an und konnten anschließend angeschlossen werden. Dazu dann mehr im zweiten Teil vom Aufbau unseres Heimnetzwerkes.

 

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10 Gedanken zu „Heimnetzwerk Serie: 1. Die Netzwerkplanung

  1. Pingback: repair service
  2. Hallo,

    ich habe das Problem, das ich die Kabel ( 1x cat 7 und 1 x Koaxial) durch ein M20 Leerrohr durchziehen will, ist das möglich ?

    Wenn ja, Kabel einzel einziehen oder zusammen ?

    Danke schon mal

    1. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen (bin kein Fachmann) unbedingt zusammen einziehen. Zum Durchziehen unbedingt gute Durchziehseile verwenden. UND viel Kraft und Geduld mitbringen.

  3. Solltest Du beide wirklich in einem M20 verlegen wollen,machs stückweise(3m-3m-2m z.B.).Es gibt Verbinder für Flex-Rohr.Solltest Du keine haben,verbinde die Teilstücke nach Einzug der Kabel mit Iso-Band.Nach der Verlegung bekommst Du die Kabel eh nie wieder raus.Unter Putz kannst Du Dir das Rohr auch sparen.Ich würde zu jedem Punkt immer zwei Netzwerk-Kabel ziehen-das macht Dich nicht ärmer und das lästige Switchen entfällt(z.B. bei TV u. Player).M25-Rohr wäre die nächte Option.Viel spaß.

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