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Heimnetzwerk Serie: 2. Die Umsetzung

Nachdem wir im ersten Teil die Planung für unser Heimnetzwerk beschrieben haben, kommen wir jetzt zur Umsetzung. Dabei ging es los mit dem Einziehen der Kabel in die Leerrohre, anschließend wurden die Kabel an die Dosen und am Patchpanel angeschlossen und schließlich musste das Netzwerk noch eingerichtet und getestet werden.

LAN Kabel einziehen

Kabel im Leerrohr
LAN im Leerrohr

Wie bereits berichtet, hat sich das Einziehen der Kabel in die Leerrohre schwieriger gestaltet als erwartet. Vor allem die Kabel in den Obergeschossen haben viel Zeit in Anspruch genommen. Zunächst musste das Einzieh-Seil in das Leerrohr eingeführt werden. Hierbei merkten wir schnell, wo die ersten Biegungen und Knicke im Rohr waren. Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl haben wir das Seil um die Ecken manövriert. Einen echten Tipp dazu können wir eigentlich nicht geben. Wir haben dieses Stahlseil verwendet und immer wieder ein Stück vor und zurück geschoben, sobald es mal gestockt hat. Zudem haben wir das Seil immer wieder etwas gedreht, um so ggf. besser um die Ecken zu kommen. Im Übrigen haben wir uns leichter getan, das Seil von den Zimmern in Richtung Keller durch zuziehen.

Wenn das Seil dann angekommen ist, beginnt der mühsame Teil: Man bindet das LAN-Kabel am Ende des Seils fest. Wir haben dazu die vorhandene Schlaufe am Seil und zusätzlich Klebeband umwickelt, da ansonsten das Kabel auch gerne mal abgerissen ist. Anschließend haben wir das LAN-Kabel mit Gleitmittel eingefettet und langsam in das Leerohr eingezogen. Dabei war eine Person im Keller und hat gezogen (die arme Sau) und eine zweite Person war im Zimmer und hat das Kabel geführt, bzw. nachgeschoben. Bei manchen Kabeln hat es aufs erste Mal geklappt, bei anderen hingegen haben wir bis zu drei Anläufe gebraucht.

LAN Dosen anschließen

Die Kabel haben wir schon während des Innenausbaus eingezogen, hingegen haben wir die LAN Dosen erst nach dem Einzug angeschlossen. Dazu muss erstmal das jeweilige LAN Kabel abisoliert werden. Anschließend werden die einzelnen Drähte entsprechend Farbe und Nummer auf die LAN Dose aufgelegt. Die meisten Dosen haben dafür eine entsprechende Beschriftung und farbige Markierung. Dabei hat uns die Seite von „Netzmafia“ weitergeholfen, welche die Zuordnung sehr schön darstellt.

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Kabel aufgelegt
LAN Kabel aufgelegt

Für das Auflegen kam unser LSA-Auflegewerkzeug zum Einsatz, mit dem die einzelne Drähte in die Dose eingedrückt und gleichzeitig abgeschnitten wurden. Hier ist eigentlich nur zu beachten, dass man den richtigen Draht auf die richtige Stelle anschließt und dass es beim ersten Mal klappt. Sollte man das Gefühl haben, dass der Draht nicht richtig sitzt, ist es besser dies noch mal zu machen. Später kann es ansonsten zu Störungen oder Fehlern im LAN kommen und diese sind meist nur mit hohem Aufwand herauszufinden. Sicherheit, ob alle Drähte richtig sitzen, bekommt man mit einem LAN-Testgerät.

Nachdem die Dosen angeschlossen waren, haben wir das Patchpanel vorbereitet. Dazu mussten die LAN-Kabel ebenfalls aufgelegt werden. Sehr praktisch bei unserem Patchpanel ist, dass die RJ-45 Module alle einzeln herausnehmbar sind. So kann man bequem das Kabel auflegen und am Schluss in das Patchpanel an die gewünschte Stelle einhängen. Wichtig ist noch, alle Dosen mit den entsprechenden Nummern (Patchpanel) zu beschriften.

LAN Testen

LAN Teste
Netzwerk testen

Wenn das Kabel an der Dose und am Patchpanel angeschlossen ist, empfiehlt es sich einen Test durchzuführen. Dazu nimmt man einfach das Netzwerk-Testgerät und schließt ein Teil am Patchpanel und das andere an der LAN Dose an. Nun sollten alle Lämpchen nacheinander grün aufleuchten (es darf auch keines fehlen) und so kann man sicher sein, dass alle Adern richtig aufgelegt wurden.

Heimnetzwerk einrichten

Nachdem alle Dosen aufgelegt und getestet waren, musste nur noch der DSL-Router an den Switch angeschlossen werden. Somit konnten wir das DSL Signal an alle LAN-Dosen verteilen. Für die richtige IP-Zuordnung, kümmert sich ebenfalls der Router, mittels DHCP. Somit beziehen alle Geräte (wenn entsprechend eingestellt) Ihre IP-Adresse automatisch und können miteinander kommunizieren. Auch das D-Link Share Center wurde an den Switch angeschlossen und steht so im Netzwerk als zentraler Datenspeicher zur Verfügung. Durch den RAID 1 Verbund, werden alle Daten auf den zwei verbauten Festplatten jeweils gespiegelt und schützen so vor einem Datenverlust.

Abschließend können wir sagen, dass der Aufbau unseres kleinen Heimnetzwerkes durchaus schaffbar war. Durch das Patchpanel sind wir flexibel in der Belegung der Dosen mit den gewünschten Diensten. So können wir auch z.B. das Telefonsignal auf jede Dose patchen. Des Weiteren können wir auf einen W-LAN Router verzichten und haben besten Durchsatz an den Endgeräten.

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8 Gedanken zu „Heimnetzwerk Serie: 2. Die Umsetzung

  1. Gehen die Abdeckungen/Blenden der Netzwerkdosen problemlos drauf? Die Schraubenköpfe sehen aus wie die von Holzschrauben. Da gibt es Geräteschrauben dafür falls es bei Dir zwicken sollte (für kleines Geld z.B.beim Hornbach bei den Hohlraumdosen)

    D-Lan habe ich gute Erfahrungen, aber nur mit den Devolo Teilen. Die funktionieren auch noch, wenn andere schon die Grätsche machen. Habe die Geschwindigkeit nicht gemessen, konnte aber im Betrieb keinen Unterschied feststellen. –> Ich werde aber auch verkabeln (sicher ist sicher ;-)) und falls es nicht anders geht dann D-Lan.

    1. Auf welche „Stecker“ meinst du? Auf RJ45 Stecker sollte man unser CAT7 Kabel nicht crimpen. Wer das schafft es wirklich gut! (wobei es tatsächlich gehen soll.) Dazu sollte man ein flexibles CAT5e Kabel verwenden…

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