Badplanung - Hausbau Blog

Die Pro und Kontras der Wohntrends: Teil 2 – Badplanung

In unserer Serie der Pro und Kontras der Wohntrends folgt jetzt der zweite Teil, die Badplanung. Wer sich mit dem Thema Hausbau beschäftigt, kommt an dem Thema Badplanung nicht vorbei. Schier unendlich scheinen die Möglichkeiten und Varianten in diesem Bereich. Wir beleuchten heute einige Trends der modernen Badplanung und zeigen der Vor- und Nachteile auf.

1. Badplanung – das T-Bad

In Einfamilienhäusern ist bei der Raumaufteilung des Bades aktuell die T-Variante sehr beliebt. Dabei wird im Raum mit Vormauerungen in Form eines T aufgeteilt.

Badplanung beim Hausbau in Form eines T-Bades
Skizze klassisches T-Bad

Pro T-Bad:

  • Durch das T enstehen mehr Wandflächen und Möglichkeiten die Sanitärinstallationen unterzubringen.
  • Toilette kann geschickt im Raum versteckt werden, optisch getrennt  vom restlichen Bad.
  • Bodengleiche Dusche wird im T integriert und ist so u.a. barrierefrei zugänglich.
  • Waschbecken werden an der Stirnseite der Vormauerungen angebracht und sind so sehr einfach und schnell zugänglich.
  • (Versorgungs-)Leitungen können alle in den Vormauerungen geschickt versteckt werden.

Contra T-Bad:

  • Lässt sich nicht bei jedem Grundriss umsetzen. Vor allem mit Dachschrägen kann diese Variante schwierig werden.
  • Bad sollte entsprechend groß sein. Mindestens 12 qm oder mehr sollte ein T-Bad schon haben. Da die Vormauerungen in den Raum herein reichen, wirkt dieser kleiner.
  • Die Kosten für diese Variante sind meist etwas höher, da mehr Vormauerungen benötigt werden.

2. Bodengleich geflieste Dusche

Ein Trend, der aus den Bädern nicht mehr wegzudenken ist, ist die bodengleiche Dusche. Doch hat sie wirklich nur Vorteile?

Pro bodengleiche Dusche:

  • Barrierefreier Zugang, da keine Stufe zur Dusche vorhanden ist.
  • Viele Gestaltungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Fliesenformen und Farben möglich.

Kontra bodengleiche Dusche:

  • Meist teurer in Umsetzung, da mehr gefliest werden und eine Ablaufrinne eingebaut werden muss.
  • Ausrutschgefahr ist ggf. höher – hier muss man unbedingt auf die Rutschhemmung der Fliesen achten.
  • Reinigung gegenüber der bodengleichen Duschwanne ist ggf. höher, da Fliesen und Fugen spezieller Behandlung bedürfen.

Eine echte Alternative zur gefliesten bodengleichen Dusche, sind superflache Duschwannen, welche es heutzutage in riesiger Auswahl gibt, z.B. hier bei Reuter.

3. Wellness im Bad

Dass das Bad nur der Körperpflege dient, ist schon längst nicht mehr der Fall. Aber auch die klassische Badewanne oder die Standard Duschkabine scheinen ausgedient zu haben. Stattdessen zieht immer mehr Wellness, z.B. durch großräumige Duschen, Whirlpools oder Sauna, in moderne Bäder ein.

Fachzeitschriften können bei der Badplanung hilfreich sein
Fachzeitschriften können bei der Badplanung hilfreich sein

Pro Wellness im eigenen Bad:

  • Erholung und Luxus nicht nur im Urlaub und Wellnesshotel, sondern jederzeit Zuhause.
  • Wertsteigerung der Immobilie.

Contra Wellness im eigenen Bad:

  • Höhrere Baukosten und anfälliger für Störungen.
  • Größere Umweltbelastung durch höheren Wasser- und Stromverbrauch.

4. Raumhoch gefliestes Bad

Früher war die Badplanung in diesem Punkt deutlich einfacher. Bäder wurden meist vom Boden bis unter die Decke gefließt. Heute stehen Bauherren und Badrenovierer vor einer schier unendlichen Auswahl an Möglichkeiten. Immer mehr fließen ihr Bad nicht bis zur Decke und setzen hier z.B. durch Wandfarben stilistische Akzente.

Pro raumhohe Fließen

  • Langlebig und robust – die Fliesen können bei der richtigen Pflege viele Jahre ohne Renovierung überdauern.
  • Sehr gut geeignet für Feuchträume, da Fliesen keine Feuchtigkeit aufnehmen und leicht gereinigt werden können.

Kontra raumhohe Fließen

  • Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten, da nur mit einem Material gearbeitet werden kann.
  • Kosten sind höher, wenn alle Badwände gefließt werden müssen.
  • Umgestaltung des Bades ist deutlich aufwendiger.

Fazit

Noch nie war die Auswahl an Materialien und Möglichkeiten so groß wie heute. Von der Raumplanung bis zu den Armaturen ist eine nie dargewesene Vielfallt vorhanden. Man sollte sich bei der Planung auf jeden Fall Rat von Fachleuten holen, z.B. bei Badausstellungen. Aber auch hier ist wieder Vorsicht geboten, nicht jeder Trend muss ewig schön sein. Die „legendären“ grünen und orangen Bäder aus den 70er und 80er Jahren seien einem jeden Badplaner eine Warnung.

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3 Gedanken zu „Die Pro und Kontras der Wohntrends: Teil 2 – Badplanung

  1. Hallo. Ein T-Bad ist wirklich eine gute Variante mehr Raum im Badezimmer zu schaffen. Durch die Winkel schafft man, neben mehr Raum für die Sanitärausstattung, auch mehr Gemütlichkeit und der Raum wirkt dynamischer und interessanter. Und was die Kosten betrifft: die Mauern sind keine tragende Wände – daher können sie von Hobbyhandwerkern auch selbst gesetzt werden.

  2. Der Hinweis auf die “legendären” grünen und orangen Bäder aus den 70er und 80er ist sicher eine Warnung, an all diejenigen die ihr bad „modern“ einrichten wollen.

    Das haben unsere Eltern und Großeltern damals auch gewollt. Besser ist, man richtet es „zeitlos“ ein – damit man es auch in einigen Jahren noch schön findet.

    Die angesprochene Beratung beim Fachmann, ist deshalb nicht die schlechteste Idee.

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