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Selber bauen? Sicherheit ist das A und O

Wer selber bauen will, muss einiges beachten. Nicht jede Tätigkeit auf dem Bau sollte man selbst übernehmen, auch wenn man über ausreichend handwerkliches Geschick verfügt. Denn als Bauherr trägt man die Verantwortung für jegliche Schäden, die durch den Bau entstehen. Hier erklären wir, wie man sich richtig versichert.

Selber bauen und sparen?

Wie viel Geld kann man sparen, wenn man, statt Handwerker zu beauftragen, große Teile seines Bauvorhabens mit den eigenen Händen umsetzt? Zur Beantwortung dieser Frage gilt es, realistisch zu kalkulieren. Man sollte sich als Laie nicht überschätzen, auch wenn die Kostenersparnisse verlockend sind. Welche Arbeiten man selbst übernehmen kann, hat die Süddeutsche Zeitung untersucht:

  • Garten selber anlegen: 30 bis 40 Arbeitsstunden, Ersparnis: 1400 bis 2200 Euro
  • Malern und Tapezieren: 125 Stunden, Ersparnis: bis 5000 Euro
  • Fußboden verlegen: bis 90 Stunden, Ersparnis: 3500 Euro
  • Fliesen anbringen: 50 Stunden, Ersparnis: 4200 Euro
  • Dachausbau: 100 Stunden, Ersparnis: 3200 bis 4200 Euro

Die eingesparten Kosten ergeben sich aus den nicht erforderlichen Ausgaben, die normalerweise als Lohn für die Handwerker anfallen würden. Wer sich als Bauherr dafür entscheidet, Arbeiten selbst zu übernehmen, sollte jedoch im Vorfeld schriftlich mit Architekten und anderen Beteiligten aushandeln, was genau er selbst ausführen wird.

Haftung bei Fehlern und Unfällen

Haften tun Bauherren bei selbst durchgeführten Arbeiten selbst. Zudem müssen laut der Süddeutschen Zeitung jegliche Helfer versichert werden: über eine private Unfallversicherung oder über eine freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft. Die Haftung ergibt sich aus der Verkehrssicherungspflicht: Der Besitzer muss die Sicherheit auf seinem Grundstück gewährleisten. Dazu gehört beispielsweise eine durch Absperrungen gesicherte Baustelle. Eine Bauherrenhaftpflicht, wie sie unter anderem CosmosDirekt anbietet, deckt solche Haftpflichtansprüche ab. Folgende Beispiele aus der Praxis verdeutlichen, in welchen Situationen man eine solche Versicherung braucht (hier finden Sie noch weitere Beispiele):

  • Verletzte Arbeiter: Verletzungen sind durch schwere Bauteile oder unbefestigte Rohbauten möglich. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung bewahrt den Bauherren davor, bei gesundheitlichen Schäden finanziell selbst einspringen zu müssen.
  • Schäden am Nachbarhaus: Der Bauherr haftet für Schäden am Nachbarhaus, wenn dieses durch die Bauarbeiten verursacht werden – beispielsweise wenn ein Sturm ungesichertes Material bewegt.

Von einem Baugerüst umgebenes Haus und Baukran

Bildrechte: Flickr Construction site DennisM2 CC0 1.0 Öffentliche Domäne

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