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Thermografie – Infrarotbilder decken Wärmeverlust auf

In den letzten Jahren sind die Heizkosten unaufhörlich gestiegen: Zwischen 2002 und 2012 mussten private Haushalte im Schnitt 43 % mehr zahlen. Laut der deutschen Bundesregierung steigen die Preise dreimal so schnell wie das durchschnittliche Haushaltseinkommen. Und es ist noch kein Ende in Sicht: Laut dem bundesweiten Heizspiegel, der im Oktober 2013 veröffentlicht wurde, sind die Heizkosten 2012 um weitere 9 % gestiegen.

Aus dem Heizspiegel geht ebenfalls hervor, dass für eine 70 m² große Wohnung, die 2012 mit Öl beheizt wurde, Heizkosten in Höhe von ca. 990 Euro angefallen sind – das sind 100 Euro mehr als noch im Vorjahr. Doch nicht nur Haushalte mit Ölheizungen mussten draufzahlen (+ 11,2 %), sondern auch jene, die ihren Wohnraum mit Erdgasheizungen (+ 7,7 %) oder Fernwärme (+ 9,6 %) beheizt haben. Stellt sich die Frage, warum die Heizkosten deutschlandweit immer weiter steigen? Eine Erklärung ist sicherlich, dass die Energiepreise aufgrund des überdurchschnittlich kalten Winters angezogen wurden. Aber wussten Sie auch, dass ein Großteil der Wärme durch eine schlechte Dämmung im Haus verloren geht und Sie deshalb mehr heizen müssen, als eigentlich nötig wäre? Ein Wärmecheck durch Verivox deckt die größten Mängel auf.

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Wie hoch ist der durchschnittliche Wärmeverlust?

Ein klassisches Einfamilienhaus, das im Jahre 1995 gebaut wurde, besitzt besonders schlechte Dämmeigenschaften. Laut des FIZ Karlsruhe gehen etwa 30 bis 35 % der Heizwärme über den Schornstein und den Keller verloren. Die meiste Energie geht daneben über die Außenhülle eines Gebäudes verloren, dazu zählen: das Dach (15-20 %), die Wände (20-25 %), die Fenster (20-25 %), der Fußboden (5-10 %) und die Lüftung (10-20 %). Würde man das Haus modernisieren, könnte man die Heizkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren. Bevor man jedoch wahllos beginnt, sein Haus an allen Ecken und Stellen neu zu dämmen, sollte man einen Wärmecheck durchführen lassen.

Ein Wärmecheck mit Thermografie-Infrarot-Bildern

Über Anbieter wie Verivox kann man sein Haus einem Wärmecheck durch einen Fachmann unterziehen. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung des Gebäudes mithilfe einer speziellen Wärmebildkamera: Auf den Thermografie-Infrarot-Bildern kann man die Temperaturunterschiede an der Oberfläche des Hauses erkennen und dadurch Schwachstellen (gelbe und rote Einfärbungen auf den Bildern) aufdecken, die den Wärmeverlust begünstigen. Nach der Prüfung erhält man einen umfassenden Bericht über 16 Seiten, in dem mögliche Verbesserungsmaßnahmen vorgeschlagen werden, sowie sechs Außenaufnahmen, die mit der Infrarotkamera geschossen wurden.

Der beste Zeitpunkt, um die Schwachstellen eines Gebäudes im wahrsten Sinne des Wortes ans Licht zu bringen, ist der Winter. Wenn es draußen kalt ist und drinnen geheizt wird, kann man auf den Bildern am besten erkennen, wo sich am Gebäude mögliche Schwachstellen befinden. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, darf an dem Tag des Wärmechecks die Sonne nicht scheinen – sie würde die Außenhülle aufheizen und die Aufnahmen dadurch verzerren. Auf den Bildern kann man übrigens nicht nur sogenannte Wärmebrücken erkennen, sondern auch Durchfeuchtungen/Leckagen, undichte Fenstern und Türen sowie Baumängel.

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© iStock.com/glennebo

Eine neue Wärmedämmung senkt die Heizkosten

Für die Wärmedämmung werden Materialien verwendet, die in Zukunft verhindern sollen, dass die Wärme aus dem Inneren des Gebäudes über die Außenhülle entweichen kann. Im Umkehrprozess hindert sie die Kälte von draußen daran, ins Wohnungsinnere zu gelangen. In Deutschland verwendet man zum Dämmen normalerweise Mineral-, Stein- oder auch Glaswolle – der Dämpfstoff ist nicht nur sehr kostengünstig und trotzdem energieeffizient, sondern auch umweltfreundlich. Allerdings darf man die Modernisierungskosten nicht unterschätzen. Sollte das Haus jedoch vor dem 1. Januar 1995 gebaut worden sein, kann man die energetischen Sanierungsmaßnahmen durch die KfW Förderbank bezuschussen lassen – oder ein Darlehen beantragen. Darüber hinaus gibt es spezielle Fördermittel für Modernisierungsmaßnahmen, die dazu beitragen sollen, aus einem gewöhnlichen Einfamilienhaus ein KfW-Effizienzhaus zu machen.

 

Beitragsbild: © iStock.com/mitifo

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3 Gedanken zu „Thermografie – Infrarotbilder decken Wärmeverlust auf

  1. Wärmedämmung ist nicht nur wichtig, sondern auch Pflicht! Und das liegt nicht nur an den verminderten Heizkosten. Übrigens: Wer ein nach modernsten Methoden sauber gedämmtes Haus hat, der braucht im Winter ganz wenig heizen und profitiert auch im Sommer: Denn das Haus bleibt dann auch automatisch kühler und hält die Hitze von draußen ab.

    Ein weiterer wichtiger Punkt, den nicht jeder gleich aufm Schirm hat ist der Umweltschutzaspekt. Denn wo mit Öl oder Gas geheizt wird (was sehr oft der Fall ist), entsteht bei der Verbrennung ja auch CO2 und wir wissen ja alle inzwischen, welche langfristigen Auswirkungen das hat. Das heißt: Weniger Heizen müssen = weniger Öl/Gas verheizen = weniger CO2 = weniger Belastung für die Umwelt und für den Geldbeutel!

    Woher ich das weiß? Eigentlich bin ich nicht direkt vom Fach. Ich wohne in München, bin als freier Web Developer tätig – aber ich arbeite öfters administrativ für den Münchner Immobilienanbieter Concept Bau tätig (wer in München wohnt und zufällig Lust hat, statt selbst ein neues Haus zu bauen, einfach ein schönes zu kaufen, hier entlang ;)) – und da kommt man natürlich auch ien bisschen über das Immobiliengeschäft ins Gespräch, und da habe ich von diesem Zusammenhang erfahren. Auch interessant ist zu wissen, dass die Regierung die Dämmungsvorgaben kontinuierlich verschärft. Hatten wir’s vor kurzem erst wieder drüber: Die CO2-Einsparung durch gute Dämmung reicht in unserem Land nämlich bald nicht mehr, um die nötige Energieeffizienz zu erreichen und CO2 so sehr als möglich zu vermeiden, werden womöglich bald Wärmepumpen oder eine vergleichbare Technik als Alternative zu Gasboilern und Ölöfen Pflicht.

    Da müssen sich dann Immobilienanbieter und vor allem private Häuslebauer bzw. – besitzer dann natürlich vorsehen. Sollte man für die Umwelt und langfristig niedrigere KOsten aber auhc gerne machen, oder?

    Grüßle vom Kläusle

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