copyright cc by Lukeroberts

Warum man zum malern weiße Klamotten trägt

Jedes Handwerk hat so seine berufstypische Bekleidung. Zimmerleute und Dachdecker tragen häufig derbe schwarze Kordhosen, Klempner und Sanitärfachleute tragen nicht selten den typischen Blaumann und Maler sind in weißer Bekleidung unterwegs. Aber warum tragen Maler, Stuckateure und Lackierer ausgerechnet weiß?

Nicht nur weiß, sondern rein…

Der Grundgedanke hinter Arbeitskleidung ist beim Maler wie bei anderen Handwerkern auch der Arbeitsschutz. Kleidung soll schützen, beim Malern vor allem vor herumspritzender Farbe, Lacken oder sonstigen Materialien. Das Problem ist, dass sie meisten Farben nur schwer wieder aus der Kleidung herauszubekommen sind.

frisch gestrichen
[googleadpic]

Die derbe, weiße Arbeitskleidung lässt sich problemlos bei 90 Grad in die Heißwäsche geben, wodurch sie so sauber wie möglich wird – Farbreste allerdings sind auf weißen Stoffen jedweden Materials hartnäckig. Die Farbe Weiß hat für den Maler aber auch eine tiefere, nicht ganz geklärte Bedeutung. Eine fundierte Antwort, warum Maler traditionell eine weiße Berufskleidung tragen, gibt es nicht, wie die Malerinnung in einer eigenen Umfrage feststellte. Jedoch gibt es eine Menge Theorien und Vermutungen um ihren Ursprung. Einer der am weitesten verbreiteten Erklärungsversuche lautet: weiß steht für Reinheit und Sauberkeit. Je weniger Farbkleckse und Spritzer ein Maler auf seiner Arbeitskleidung hat, desto sorgfältiger arbeitet er. Die weiße Weste des Malers ist für Kunden und Kollegen also ein Zeichen seiner Professionalität.

Arbeitskleidung vs. Einmalanzug

Die Arbeitskleidung bei Malern und Lackierern besteht aus einer weißen Bund- oder Latzhose, atmungsaktivem Shirt (oft einfache weiße Baumwoll-T-Shirts), sowie Pullovern und winddichten Jacken für den Außeneinsatz. Die Profis arbeiten zusätzlich mit Atemmasken und Kopfschutz. Arbeitskleidung für den Hausbau oder das renovieren bekommt man online über Anbieter wie Krähe, die natürlich auch für andere Handwerksarbeiten die entsprechende Kleidung vertreiben – hier geht’s zu den Produkten. Wer privat Wände streicht oder Möbel lackiert, wird allerdings kaum zum weißen Malerkittel greifen. Hier sind Blaumann oder auch der Einmal-Schutzanzug aus Polypropylen oft die Kleidung der Wahl. Wirklich umweltfreundlich ist aber zumindest der Einmalanzug nicht, weil der nach einmaliger Benutzung auf dem Müll landet. Der macht nur Sinn, wenn man einmalig handwerkelt und danach jahrelang erst einmal nicht mehr zu Pinsel und Rolle greift. Ansonsten wählt man doch besser den blauen Allrounder, der sich beim Malern, Heckeschneiden und schrauben einsetzen lässt und waschbar ist.

 

Beitragsbild:
Creative Commons Lizenz, Author: Lukeroberts, Quelle: http://commons.wikimedia.org

Kommentar schreiben (jetzt auch mit G+ oder FB)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

14 − 7 =

Loading Facebook Comments ...